Medienerziehung an der Georg Hartmann Realschule Forchheim

Am Donnerstag, 08.11.2018, präsentierte der Präventionspädagoge Dirk Bayer sein interaktives Theater interessierten Lehrkräften und Eltern der 5. Jahrgangsstufe. Dass die digitale Medienwelt heutzutage mitunter sehr viel krasses Zeug – so übrigens auch der Titel des Medienprojekts – enthält und viele unserer Kinder vor große Schwierigkeiten stellt, wurde in den folgenden 90 Minuten sehr anschaulich und emotional dargestellt. Authentische Szenen aus dem Alltagsleben, bei denen die Zuhörerinnen und Zuhörer aktiv eingebunden wurden, verdeutlichten dabei, wie leicht bzw. schnell man sich als Kind oder Jugendlicher in problematische Situationen wiederfinden kann. Sei es nun als Opfer oder gar Täter, die modernen Medien wie das Smartphone oder soziale Netzwerke aber auch das klassische Fernsehen spielen dabei häufig eine entscheidende Rolle. Im Verlauf des Abends wurde deutlich, dass das Thema Mobbing oder Gewaltverherrlichung und die sich daraus ergebenden Folgen sicherlich heute deutlich schwieriger zu lösen sind. Insbesondere das Phänomen Cybermobbing stellt uns Erwachsene vor neue Herausforderungen. Allerdings gibt es eine Vielzahl an Lösungsmöglichkeiten und vorbeugenden Handlungsstrategien. Eine davon ist sicherlich die Zusammenarbeit mit Herrn Bayer. Dieser legte übrigens in seiner Darstellung größten Wert darauf, die Erziehungsberechtigen ohne erhobenen Zeigefinger für Grenzbereiche der Mediennutzung zu sensibilisieren und ermunterte immer wieder dazu, sich für die Mediennutzung der eigenen Kinder zu interessieren. Denn oftmals sind es gerade diese echten Unterhaltungen, die den Unterschied ausmachen.

Wir als Schulgemeinschaft legen deshalb größten Wert darauf, dass die bereits in der Grundschule vermittelten Lerninhalte in den Bereichen Medienkompetenz und Medienerziehung bereits ab der 5. Jahrgangsstufe vertieft wiederholt und erweitert werden. Der bewusste und richtige Umgang mit Medien ist ein Lernprozess, der immer wieder neue Impulse benötigt und unter die Kategorie lebenslanges Lernen fällt.

Herr Bayer wiederholte am darauffolgenden Tag sein interaktives Theater in allen 5. Klassen. Dabei bekamen unsere Schülerinnen und Schüler einen Spiegel ihrer medialen Lebenswelt vorgehalten und konnten so miterleben bzw. vor allem mitfühlen, was es bedeutet, Täter oder Opfer zu sein. Dabei wurde dem einen oder anderen bewusst, dass bestimmte Medieninhalte unter anderem Mobbing gezielt fördern. Aber auch, dass das tägliche Zusammenleben und Miteinander in der Schule entscheidend von gegenseitigem Respekt, Hilfsbereitschaft und aktivem Zuhören bzw. Nichtwegschauen geprägt sind.

Thomas Krauser, MiB-Tutor

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