Günther Rehbein – Ein Zeitzeugenbericht

Am Donnerstag, 8. März 2018, konnten die Schülerinnen und Schüler der 10 Jahrgangsstufe einen 90-minütigen Geschichtsunterricht in Form eines Zeitzeugenberichtes erleben und erfahren. Der aus Gera stammende 85-jährige Günther Rehbein berichtete anschaulich und sehr persönlich über sein Schicksal von der Verhaftung durch die DDR Staatssicherheit bis hin zu seiner Freilassung aus der Internierungshaft in einem sibirischen Gulag in Workuta. Nach einem kurzen Einführungsfilm nahm Herr Rehbein die jungen Zuhörer mit auf eine emotionale Zeitreise, deren Stationen eindrucksvoll das Unrechtssystem der DDR bzw. die schier unmenschlichen Folgen des Stalinismus aufzeigten. Ein zentrales Anliegen seiner Erzählungen -die er übrigens auch in seinem Buch Gulag und Genossen: Aufzeichnungen eines Überlebenden niederschrieb - ist die Tatsache, dass die Erinnerungen an die DDR nicht vergessen werden dürfen, sondern aktiv aufgearbeitet werden müssen, um im Gedächtnis der jungen Menschen zu bleiben. Eindringlich appellierte Herr Rehbein an seine Zuhörer sich der Tatsache bewusst zu sein, dass das Leben in einer Demokratie eben nicht etwas Selbstverständliches sei, sondern das Demokratie die aktive Mitarbeit von Jung und Alt benötigt und ein Wegschauen und Nichthandeln der falsche Weg sind. Die Schülerfragen am Ende des Vortrags zeigten, dass das Thema viele Schülerinnen und Schüler sichtlich berührt hat und dass die Arbeit mit Zeitzeugen einen wichtigen Beitrag zur Erziehung unserer Kinder zu kritischen und verantwortungsbewussten Menschen leistet.

Thomas Krauser, StR

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